Maria Mitchell

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Foto (C): AKG
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Waghalsige Pioniere, unbekannte Lebensretter oder bedeutende Forscherinnen:
Wir haben sie nicht vergessen und stellen die historischen Persönlichkeiten vor
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Die Astronomin Maria Mitchell

Wäre Maria Mitchell ein Mann, würde sie heute vielleicht jeder kennen. Im 19. Jahrhundert jedenfalls gehörte sie zu den führenden Astronomen. Sie wurde 1818 in Nantucket, USA geboren. Schon als kleines Mädchen beobachtete sie den Nachthimmel durch Papas Teleskop. 1847 gelang ihr ihre wichtigste Entdeckung: ein neuer Komet. Als erste Frau überhaupt wurde sie Mitglied der Akademie der Wissenschaften der USA.

Reise zur Sonnenfinsternis

Die eigene Anschauung blieb für Mitchell der Schlüssel zur Erkenntnis. „Haben Sie das selbst beobachtet oder ist das aus einem Buch?“, lautete ihre Lieblingsfrage. In diesem Sinne unternahm sie selbst strapaziöse Reisen, um etwa Sonnenfinsternisse zu beobachten. Wissenschaft war für sie mehr als „Mathematik und Logik“, sondern „Schönheit und Poesie“: Vielleicht war es diese Weltsicht, die Mitchell auch zur Aktivistin machte. Bis ins hohe Alter engagierte sie sich für Frauenrechte und gegen die Sklaverei, sie starb 1889.

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Sarah arbeitet als Wissenschaftsjournalistin, unter anderem für „P.M.“ und „National Geographic“. Zum Journalismus kam sie über ihr Studium Modejournalismus/Medienkommunikation in München und Berlin. Auf ihrem beruflichen Weg sammelte sie auch Erfahrungen im Bereich Film und Fernsehen sowie im Marketing. Ihre Interessen liegen vor allem im Tierschutz, Feminismus und in der Kunst – und natürlich im Entdecken von spannenden Geschichten.