Christine de Pizan

von
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Waghalsige Pioniere, unbekannte Lebensretter oder bedeutende Forscherinnen:
Wir haben sie nicht vergessen und stellen die historischen Persönlichkeiten vor
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Die Schriftstellerin Christine de Pizan (um 1365-1430)

Was wäre, wenn Männer und Frauen gleichberechtigt nebeneinander leben würden? Das war eine der – im Mittelalter höchst ungewöhnlichen – Fragen, die die Autorin Christine de Pizan aufwarf. Ihr utopisches „Buch von der Stadt der Frauen“ gilt heute mitunter als erstes feministisches Werk Europas, wie auch sie selbst eine der ersten Schriftstellerinnen überhaupt war, die von ihren Werken leben konnte.

Das erste feministische Werk Europas

In Venedig geboren, wuchs sie am Pariser Hof auf und verlegte sich nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 1390 aufs Schreiben. Sie verfasste zahlreiche Texte, über Liebe, Erziehung, Politik, selbst über Kriegskunst und Waffenkunde. Vor allem aber brachte sie ihren Ärger über die Unterdrückung von Frauen aufs Pergament. Schließlich könnten Frauen, so argumentierte de Pizan, alles ganz genauso gut wie Männer. Eine Ansicht, die zu ihrer Zeit nur eine Minderheit teilte.

Mehr zu Unrecht vergessene Menschen finden Sie in jeder Ausgabe von P.M. History.

Sarah arbeitet als Wissenschaftsjournalistin, unter anderem für „P.M.“ und „National Geographic“. Zum Journalismus kam sie über ihr Studium Modejournalismus/Medienkommunikation in München und Berlin. Auf ihrem beruflichen Weg sammelte sie auch Erfahrungen im Bereich Film und Fernsehen sowie im Marketing. Ihre Interessen liegen vor allem im Tierschutz, Feminismus und in der Kunst – und natürlich im Entdecken von spannenden Geschichten.