Hungrigen fällt es schwerer, ihre Emotionen zu kontrollieren

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Plant, Human, Person
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Mythen über Natur, Psychologie, Gesundheit gibt es viele.
In unserer Rubrik checken wir den Wahrheitsgehalt dahinter!

Mythos: Hungrigen fällt es schwerer, ihre Emotionen zu kontrollieren

Richtig: Als »hangry« (»hungry« + »angry«) gelten im Englischen Menschen, die schlechte Laune haben, weil sie hungrig sind. Tatsächlich verschlechtert Unterzuckerung nachweislich nicht nur die Leistung, sondern auch die Laune. Forscher bieten verschiedene Erklärungen: Der Körper stabilisiert den Glukosespiegel, indem er Stresshormone wie Adrenalin ausschüttet – der empfundene Stress wäre also nur ein Nebeneffekt. Andere sagen, der empfundene Stress sei auch direkt sinnvoll: Essen zu beschaffen würde zum primären Handlungsziel – wichtiger noch als die Einhaltung sozialer Normen. Gute Nachricht: Die negativen Gefühle lassen sich eindämmen, wenn man sein Verhalten und seine Situation reflektiert.

Sarah arbeitet als Wissenschaftsjournalistin, unter anderem für „P.M.“ und „National Geographic“. Zum Journalismus kam sie über ihr Studium Modejournalismus/Medienkommunikation in München und Berlin. Auf ihrem beruflichen Weg sammelte sie auch Erfahrungen im Bereich Film und Fernsehen sowie im Marketing. Ihre Interessen liegen vor allem im Tierschutz, Feminismus und in der Kunst – und natürlich im Entdecken von spannenden Geschichten.