Carl Chun

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Waghalsige Pioniere, unbekannte Lebensretter oder bedeutende Forscherinnen:
Wir haben sie nicht vergessen und stellen die historischen Persönlichkeiten vor
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Biologe Carl Chun

Quallen, Krebstiere und Tintenfische: Das war die Welt von Carl Chun. 1898 ging der Traum des Biologen in Erfüllung. Er überzeugte Kaiser Wilhelm II., eine Forschungsreise zu finanzieren: die erste deutsche Tiefseeexpedition. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts hielten viele Wissenschaftler Leben in mehr als 500 Meter Wassertiefe für unmöglich. Gegen Ende des Jahrhunderts begann die systematische Erforschung der Tiefsee – da wollte das Deutsche Reich mitmischen.

Carl Chun war Spezialist für Rippenquallen und Tintenfische

Am 31. Juli 1898 stach Chun auf der Valdivia, einem umgebauten Postdampfer, in See. 32 000 Seemeilen führte die Fahrt durch den Atlantischen und Indischen Ozean. Mit Netzen holte die Mannschaft Dutzende Tierarten aus bis zu 4000 Meter Tiefe an die Oberfläche. Seine Erlebnisse beschrieb Chun in dem Buch „Aus den Tiefen des Weltmeeres“ – eine der bekanntesten Reiseerzählungen seiner Zeit.

Sarah arbeitet als Wissenschaftsjournalistin, unter anderem für „P.M.“ und „National Geographic“. Zum Journalismus kam sie über ihr Studium Modejournalismus/Medienkommunikation in München und Berlin. Auf ihrem beruflichen Weg sammelte sie auch Erfahrungen im Bereich Film und Fernsehen sowie im Marketing. Ihre Interessen liegen vor allem im Tierschutz, Feminismus und in der Kunst – und natürlich im Entdecken von spannenden Geschichten.