Ralph Baer

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Foto (C): Michael Eichhammer/imago
Foto (C): Michael Eichhammer/imago
Waghalsige Pioniere, unbekannte Lebensretter oder bedeutende Forscherinnen:
Wir haben sie nicht vergessen und stellen die historischen Persönlichkeiten vor
Symbol, Rug, Logo

Der Fernsehtechniker und Spieleentwickler Ralph Baer

Ob Xbox, PS4 oder Nintendo Switch: Moderne Spielekonsolen kommen aus den USA oder Fernost. Doch die Idee, den Fernseher zum Spielgerät zu machen, hatte ursprünglich ein Deutscher: Ralph Baer. 1922 in der Pfalz geboren, floh seine jüdische Familie mit ihm in den 1930ern vor den Nazis. In New York hatte Baer 1966 die Idee seines Lebens: den Spielekasten für Fernseher, mit dem man ein sehr einfaches TV-Tennis spielen konnte. 1972 kam Magnavox Odyssey auf den Markt.

Die Konkurrenz machte das Rennen

Der Erfolg kam prompt, bald wurde überall auf der Welt „Pong“ gespielt. Dumm nur, dass es nicht Baers Konsole war, die sich da 25 Millionen Mal verkaufte. Sondern ein Produkt der Konkurrenzfirma Atari. Dass diese sein Konzept gestohlen hatte, bekam Baer später gerichtlich bestätigt. Doch als er 2014 starb, hatte er nur ein paar Krümel abbekommen vom großen Geschäft mit den Spielekonsolen.

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Sarah arbeitet als Wissenschaftsjournalistin, unter anderem für „P.M.“ und „National Geographic“. Zum Journalismus kam sie über ihr Studium Modejournalismus/Medienkommunikation in München und Berlin. Auf ihrem beruflichen Weg sammelte sie auch Erfahrungen im Bereich Film und Fernsehen sowie im Marketing. Ihre Interessen liegen vor allem im Tierschutz, Feminismus und in der Kunst – und natürlich im Entdecken von spannenden Geschichten.