Fanny Hensel

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Foto (C): Ullstein-Bild
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Waghalsige Pioniere, unbekannte Lebensretter oder bedeutende Forscherinnen:
Wir haben sie nicht vergessen und stellen die historischen Persönlichkeiten vor
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Die Komponistin Fanny Hensel

Karriere? Ruhm? Anerkennung? Blieben ihrem jüngeren Bruder vorbehalten, dem berühmten Felix Mendelssohn Bartholdy. Fanny Hensels Traum dagegen zerstört der Vater: Für Felix wird die Musik „vielleicht Beruf, während sie für Dich stets nur Zierde, niemals Grundbass Deines Seins und Tuns werden kann und soll“, schreibt er ihr. Dabei ist Fanny genauso hochbegabt wie ihr Bruder und wird von renommierten Klavierlehrern unterrichtet.

Hensels berühmter Bruder war Felix Mendelssohn Bartholdy

In der breiten Öffentlichkeit auftreten, ihre Kompositionen veröffentlichen darf sie jedoch nicht. Als Frau Geld zu verdienen schickte sich nicht. Trotzdem glaubt sie an ihr Talent. Sie unterstützt Felix, berät ihn, freut sich für ihn. Einige ihrer Werke erscheinen sogar unter seinem Namen. 1846/47 lässt sie eine Reihe von Liedern schließlich gegen den Willen der Familie drucken, stirbt jedoch wenig später mit nur 41 Jahren. Fanny Hensel hinterlässt mehr als 400 Kompositionen.

Mehr zu Unrecht vergessene Menschen finden Sie in jeder Ausgabe von P.M. History.

Sarah arbeitet als Wissenschaftsjournalistin, unter anderem für „P.M.“ und „National Geographic“. Zum Journalismus kam sie über ihr Studium Modejournalismus/Medienkommunikation in München und Berlin. Auf ihrem beruflichen Weg sammelte sie auch Erfahrungen im Bereich Film und Fernsehen sowie im Marketing. Ihre Interessen liegen vor allem im Tierschutz, Feminismus und in der Kunst – und natürlich im Entdecken von spannenden Geschichten.