Wie schaffen es Kolibris und Fledermäuse, in der Luft an einer Stelle zu schweben?

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Foto (C): Imagebroker
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Die kleinste Vogelart der Welt gehört zu den Kolibris, die Bienenelfe mit knapp sechs Zentimetern. Die Minis können jedoch etwas Besonderes: Wie ein Helikopter stehen sie über der Erde in der Luft

Vorwiegend Kolibris, aber auch einige Fledermaus– und viele Insektenarten können beim Flug in der Luft stehen. Sie schaffen es sogar, rückwärts zu fliegen. Nur so können sie zum Beispiel in Ruhe Nektar aus Blüten trinken. Dazu verhilft ihnen ihr spezieller Flügelschlag. Er ist nicht nur sehr schnell – bei Kolibris bis zu 50 Schläge pro Sekunde –, sondern auch ausgeklügelt: Im sogenannten Schwirrflug drehen die Tiere ihre Flügel beim Aufwärtsschlag – ähnlich wie wir beim Schwimmen, wenn wir an einer Stelle ausharren wollen: Dann bewegen wir die Arme unter der Wasseroberfläche in einer Art Schleife hin und her und drehen dabei die Hände. So produziert auch die Aufwärtsbewegung der Flügel Auftrieb.

Auf dem Weg zu Flugrobotern

Die Technik des Schwirrflugs variiert allerdings: Kolibris können ihre Flügel besser drehen und produzieren so beim Hochschlagen mehr Auftrieb. Dafür haben Fledermäuse in Relation zu ihrem Körper größere Flügel, die weiter ausholen. Außerdem steuern sie die Form ihrer Flügel mit den Fingern. Damit können sie kompensieren, dass ihre Flügel aus durchgehenden Membranen bestehen statt aus einzelnen beweglichen Federn. Federn haben beim Aufwärtsschlagen den Vorteil, dass die Vögel sie wie die Lamellen einer Jalousie senkrecht stellen und so den Luftwiderstand verringern können. Mit ihren Erkenntnissen aus solchen Flugstudien wollen Forscher nun dazu beitragen, energieeffiziente und stabil fliegende Flugroboter zu bauen.

(Text: Jan Berndorff)

Sarah arbeitet als Wissenschaftsjournalistin, unter anderem für „P.M.“ und „National Geographic“. Zum Journalismus kam sie über ihr Studium Modejournalismus/Medienkommunikation in München und Berlin. Auf ihrem beruflichen Weg sammelte sie auch Erfahrungen im Bereich Film und Fernsehen sowie im Marketing. Ihre Interessen liegen vor allem im Tierschutz, Feminismus und in der Kunst – und natürlich im Entdecken von spannenden Geschichten.