Krankheitserreger, die im Rachen oder in den Atemwegen siedeln, gelangen beim Niesen, Husten und Sprechen durch winzige Tröpfchen an die Luft. Dann können sie von einem anderen Menschen eingeatmet werden oder über die Schleimhäute in Mund und Nase in den Körper gelangen. Vor allem Viren, aber auch manche Bakterien werden auf diese Weise übertragen.
Beim Niesen: Armbeuge statt Hand!
Das Coronavirus Sars-CoV-2 vermehrt sich besonders gut im Rachen und gelangt dadurch auch besonders leicht wieder in die Luft. Tröpfchen, die größer sind als fünf Mikrometer, sinken in der Luft rasch ab. Zwei Meter Abstand von anderen Menschen zu halten ist also sinnvoll, um sich nicht anzustecken. Kleinere Tröpfchen können unter Umständen länger in der Luft bleiben und somit auch weiter getragen werden. US-Forscher haben nun Aufnahmen mit Laserlicht gemacht, um nachzuverfolgen, wie sich Tröpfchen beim Sprechen verteilen (Foto). Sie zeigen sich als kleine Lichtblitze.

Die Wissenschaftler ließen ihre Probanden »Stay healthy« sagen – also auf Deutsch »Bleib gesund«. Dabei zeigte sich, dass der Ausstoß der Tröpfchen vor allem beim für Deutsche oft so schwierigen Laut »th« (tee-aitch) am stärksten war, ebenso bei ähnlichen Zischlauten. Bei der Aussprache des »th« wird die Zunge ganz kurz zwischen die Zähne gesteckt. Die Aufnahmen zeigen aber auch für Deutschsprachige eindrucksvoll, wie viele Tröpfchen beim Sprechen durch die Luft segeln.
(Text: Christiane Löll)